Geschichts- und Heimatverein Gusow-Platkow e.V.

Troparion Oderland

Nach der Schlacht … kam die Verschrottung

Der altgriechische Begriff Tropaion bezeichnete ursprünglich ein Symbol (Pfahl oder Gerüst mit Waffen und Rüstungen), das an genau der Stelle aufgestellt wurde, an der die Feinde sich vom Schlachtfeld abgewandt und die Flucht ergriffen hatten.

Die gesamte Landschaft war geprägt von zerstörtem militärischen Großgerät beider Seiten. Trotz der sehr schwierigen Lage begann die Beräumung der Landschaft.

Bis heute kann man noch Überreste dieser Verschrottung der Nachkriegszeit finden.

Eine Ausstellung über einen Aspekt der unmittelbaren Nachkriegszeit.

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Ein Kommentar zu „Troparion Oderland“

  1. Avatar von Faustmann, Fritz
    Faustmann, Fritz

    Ich bin Ende der 40er Jahre geboren und das Seelower Umfled, besonders das östliche, waren unsere „Spielwiese“. Ich möchte gar nicht darauf eingehen, was wirda alles gefunden haben, aber aus heutiger Sicht war es schrecklich und danke Gott, dass es nie zu einem Unfall gekommen ist und wir die anderen Dinge auch psychisch verkraftet haben. Unsere Spiel-Ecke zog sich vom kleinen Etwässerungstunnel ost-süd-ost von Seelow in der Senke unter der Bahnstrecke Frankfurt-Seelow bis zum Birkenwäldchen in Richtung Friedersdorf. Oben auf den Hügelspitzen Richtung Birkenwäldchen (westlich der Bahnstrecke) fanden wir z.T. noch gut und sehr gut erhaltene Schützengräben mit Inhalten jeder Art. Für uns war das Abenteuer, zur damaligen Zeit.
    Auch an die Bauern, die zwangsweise den Oderbruchacker pflügen mussten, um eventuelle Minen, Muniton etc. zu beseitigen, tun mir heute auch leid. Es kam wohl auch da zu schrecklichen Unfällen.
    Wir haben gehört, dass es in Friedersdorf gelegentlich zu Sprengunfällen kam mit schlimmen Verletzungen, ob es zu Toten kam, weiß ich nicht.
    Da meine Großeltern in der Seelower Loose ein Bauerngrundstück besaßen (1945 total zerstölrt/unbewohnbar) kam es aber gelegentlich zu Kontakten zwischen meiner Mutter und ehemaligen Nachbarn.
    Im März 1945 wurde das Oderbruch evakuiert, im Sommer (bei Rückkehr) war nichts mehr vorhanden. Diese Zeit war sicher die schwerste Zeit der Bewohner dieser Gegend. Kein Mensch , auch wenn er es nicht direkt mitgemacht hat, wünscht sich das zurück, nie!
    Ich kann mich noch erinnern, als die Aussentoilette unserer späteren Wohnung in Sellow beseitigt wurde, dass ein Traktor-Hänger voller Karabiner, Handgranaten, Munition aller Art und weiteren Materials abtransportiert wurde. Darauf sind wir ca 20 Jahre täglich unsere Notdurft verrichten gegangen, obwohl die Grube regelmäßig abgepunpt wurde, aber eben nur abgepumpt.
    Ich könnte das noch endlos weiterführen, aber das Ergebnis ist immer das Gleiche, schlimm, schlimm, schlimm!

    Mit freundlichen Grüssen
    Fritz Faustmann

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